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Tätigkeitsfelder Strafrecht

Sexualstrafrecht

Chancen der Strafverteidigung im Sexualstrafrecht

Wie dargestellt hängt im Sexualstrafrecht in der Regel alles an der Aussage des Hauptbelastungszeugen/ der Hauptbelastungszeugin.

Aussagepsychologie ist im Sexualstrafrecht entscheidend

Es sind tiefergehende Kenntnisse der Aussagepsychologie und der umfangreichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur Aussagewürdigung von Belastungszeugen im Sexualstrafrecht erforderlich, um Schwachpunkte in der Aussage adäquat gegenüber Gericht und Staatsanwaltschaft geltend zu machen.

Bereits im Ermittlungsverfahren kann es je nach Fall sinnvoll sein, die Belastungsaussage durch umfangreiche Schriftsätze und einen Einstellungsantrag anzugreifen.

Im Ermittlungsverfahren kann bereits die Chance zur Einstellung genutzt werden

In zahlreichen Fällen kann so nicht nur eine Bestrafung, sondern auch eine belastende Hauptverhandlung verhindert werden.

Sollte eine Hauptverhandlung unumgänglich sein, kommt es in dieser auf die Art und Weise der Zeugenbefragung an. Ihre Aussage auf plumpe Art und Weise ins Lächerliche zu ziehen und sie auf einer persönlichen Ebene zu traktieren, führt in der Regel zur Verurteilung und rächt sich im Strafmaß, das die Gerichte – ohne es zuzugeben – bei einem derartigen Verteidigerverhalten unausgesprochen erhöhen. Erforderlich ist daher eine sensible Befragung, die aber gleichzeitig Widersprüche und Inkonstanz der Aussage offenbart. Nur durch eine solche Fragetechnik kann das Gericht von der Zweifelhaftigkeit der Aussage überzeugt werden.

Fragetechnik und Beweisanträge in der Hauptverhandlung

Zudem kann ein im Sexualstrafrecht versierter Strafverteidiger in geeigneten Fällen Beweisanträge zur Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens stellen.

Sollte der Beschuldigte die Tat hingegen gestehen wollen und ist die Aussage des Belastungszeugen unerschütterlich, ist eine Strafmaßverteidigung das Mittel der Wahl. Dann sollte im Rahmen der Hauptverhandlung, gegebenenfalls abgesichert durch eine Verständigung über eine Strafobergrenze, ein Geständnis abgegeben werden – auch um dem Opfer die erneute Auseinandersetzung mit der Tat in der Öffentlichkeit zu ersparen.

Ohne eingehende Kenntnis der Aussagepsychologie und der sogenannten Realkennzeichen, sowie der gesamten strafprozessualen Besonderheiten ist eine effektive Verteidigung bei Sexualstrafsachen nicht möglich.

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