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Tätigkeitsfelder Strafrecht

Jugendstrafrecht

Welche Sanktionen gibt es sonst noch im Jugendstrafrecht?

Bei Jugendlichen und Heranwachsenden sieht das JGG eine breite Spanne von Sanktionen vor, die dem Erziehungsgedanken Rechnung tragen sollen.

Insbesondere kommt die Erteilung von Weisungen als Erziehungsmaßregel gemäß § 10 JGG in Betracht. Vom Besinnungsaufsatz über die Teilnahme an Anti-Aggressions-Trainings, bis hin zu Arbeitsstunden, das Wohnen in einem Heim oder einem Täter-Opfer-Ausgleich ist vieles denkbar. Werden die Weisungen nicht erfüllt, kann ein bis zu vierwöchiger Jugendarrest verhängt werden.

Neben den Weisungen als Erziehungsmaßregeln kennt das Jugendstrafverfahren sogenannte Zuchtmittel als Sanktion. Dazu gehören Verwarnungen, Auflagen und der Jugendarrest. Auflagen sind formalgesetzlich betrachtet schwerwiegender als Weisungen, da Sie zu den Zuchtmitteln gehören. In der Praxis wird hier allerdings oft nicht sauber getrennt. Inhaltlich geht es bei Weisungen ebenfalls regelmäßig um Arbeitsleistungen oder Schadenswiedergutmachung beim Opfer (§ 15 JGG). Auch die Zahlung eines Geldbetrages ist denkbar.

Der Jugendarrest ist das härteste Zuchtmittel, ist aber noch deutlich milder als die Jugendstrafe. Nach § 16 JGG wird zwischen Dauer-, Freizeit- und Kurzarrest unterschieden. Der Dauerarrest kann bis zu vier Wochen dauern. Bei allen Arrestformen wird der Jugendliche seiner Freiheit zumindest zeitweise beraubt und mit anderen kriminellen Jugendlichen eingesperrt. Häufig führt diese Art von Bestrafung gerade nicht zur gewünschten Resozialisierung, sondern zum Gegenteil, wie zahlreiche empirische Studien belegen. Arrest ist in vielen Fällen erst die Grundlage für eine ernstzunehmende kriminelle Laufbahn.

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