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Tätigkeitsfelder Strafrecht

Jugendstrafrecht

Wann kommt es zur Jugendstrafe?

Die Jugendstrafe ist die härteste Sanktion im Jugendstrafrecht. Gemäß § 17 Abs. 2 JGG wird sie verhängt, wenn entweder sogenannte „schädliche Neigungen“ vorliegen oder die Schwere der Schuld der konkreten Tat festgestellt wird, so dass andere Sanktionen des Jugendstrafrechts nicht ausreichen. Im Wesentlichen ist die Jugendstrafe mit der Freiheitsstrafe im Erwachsenenstrafrecht vergleichbar. Sie beträgt allerdings mindestens sechs Monate und ist grundsätzlich auf fünf Jahre begrenzt. Dies gilt nicht bei Straftaten, nach denen im Erwachsenenstrafrecht eine Mindeststrafe von zehn Jahren droht. Dann erhöht sich das Höchstmaß im Jugendstrafrecht auf zehn Jahre. Dies gilt etwa bei Straftaten wie Raub und räuberischer Erpressung, sowie Körperverletzung mit Todesfolge. Ein Raub ist indes schnell verwirklicht. Schon das jugendtypische „Abziehen“ eines Handys kann bei entsprechender Drohung oder Gewalt strafrechtlich ein Raub sein.

„Schädliche Neigungen“ – ein erkennbar überholter und reformbedürftiger Begriff des Gesetzes – liegen nach der Rechtsprechung vor, wenn die Gefahr weiterer Straftaten droht, die nicht nur Bagatellcharakter haben. Sie müssen in der Tat zu Tage treten und auch noch im Zeitpunkt der Verurteilung vorliegen. Hier kann ein versierter Strafverteidiger gemeinsam mit dem Jugendlichen ein Konzept auf die Beine stellen, das das Gericht von einer positiven Entwicklung seit der Tat überzeugt, so dass „schädliche Neigungen“ verneint werden.

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