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Tätigkeitsfelder Strafrecht

Allgemeines Strafrecht

Delikte / Deliktsgruppe:

Nötigung, Bedrohung, Freiheitsberaubung

Der Tatbestand der Nötigung gemäß § 240 StGB ist äußerst weit und erfasst eine Vielzahl von Sachverhalten. Es droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. In besonders schweren Fällen, etwa bei einem Sexualbezug, ist eine Geldstrafe nicht möglich. Hier drohen mindestens sechs Monate Freiheitsstrafe; bis zu fünf Jahre sind möglich. Die Bedrohung gemäß § 241 StGB wird mit Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr sanktioniert.

Die Freiheitsberaubung gemäß § 239 StGB sieht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug vor.

Was setzt eine Nötigung voraus? Wie unterscheidet sich die Nötigung von der Bedrohung?

Die Nötigung ist ein Erfolgsdelikt, setzt also beim Opfer einen tatbestandlichen Erfolg voraus. Dies kann irgendein Tun, Dulden oder Unterlassen sein. Als Tathandlung ist eine Drohung mit einem empfindlichen Übel oder Gewalt erforderlich.

In der Praxis kommt es zu Nötigungen und Bedrohungen vor allem bei familiären Streitigkeiten und Konflikten unter Freunden und Bekannten. Ebenfalls sehr relevant ist die Nötigung im Straßenverkehr. Diese kann schneller verwirklicht sein als Sie möglicherweise glauben. Zu dichtes Auffahren oder Lichthupe kann unter bestimmten Voraussetzungen bereits Gewalt im Sinne des Tatbestandes darstellen. Der Gewaltbegriff bei § 240 StGB beschäftigt Gerichte und Anwälte seit Jahrzehnten. Ganze Dissertationen wurden hierüber verfasst und die Rechtsprechung hat ihre Linie immer wieder geändert. Traurige Berühmtheit hat die sogenannte „Zweite-Reihe-Rechtsprechung“ des Bundesgerichtshofes erlangt, die heute noch gilt. Danach nötigen Sitzblockadenteilnehmer auf einer Straße nicht die erste Reihe anhaltender PKW, da hier kein physischer Zwang vorliegt; die zweite Reihe indes, die unmöglich an der ersten PKW-Reihe vorbei gelangen kann, wird nach dem Bundesgerichtshof durch die Sitzblockadenteilnehmer durch Gewalt genötigt. Diese für den Laien und auch Juristen nur schwer nachvollziehbare Rechtsprechung mag zeigen, dass bei einem Nötigungsvorwurf stets die Expertise eines fachkundigen Strafrechtlers erforderlich ist, um alle Verteidigungschancen wahrzunehmen.

Sobald gegen Sie eine Strafanzeige wegen Nötigung oder gar Freiheitsberaubung vorliegt, nimmt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen auf. Spätestens jetzt sollten Sie mit Blick auf die oben dargestellten Strafen einen versierten Strafverteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer Verteidigung beauftragen.

Strafverteidiger und Rechtsanwalt Dr. Hennig ist ausschließlich auf das Strafrecht spezialisiert und seit über fünf Jahren als Dozent für Strafrecht tätig. Das dadurch bestehende umfangreiche Wissen auch zur aktuellen Rechtsprechung hat sich bisher in nahezu jedem Verfahren ausgezahlt. Nutzen auch Sie diesen Vorsprung.

Gerne gebe ich eine unverbindliche Erstprognose zu Ihrem Fall ab und beantrage für Sie Akteneinsicht. Anschließend entwickeln wir auf Ihren Wunsch hin eine Verteidigungsstrategie, nach der möglichst eine Hauptverhandlung vermieden werden kann.

Delikte und Deliktsgruppen im allgemeinen Strafrecht