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Tätigkeitsfelder Strafrecht

Allgemeines Strafrecht

Delikte / Deliktsgruppe:

Kapitalstrafsachen – Mord und Totschlag

Beim Vorwurf eines vorsätzlichen Tötungsdelikts steht Ihr ganzes Leben – Ihre bürgerliche Existenz und Ihre Freiheit – auf dem Spiel. Im Falle einer Verurteilung erwartet Sie in der Regel eine langjährige, wenn nicht sogar lebenslange Haftstrafe.

Was tun beim Vorwurf eines Tötungsdelikts? Was sollten Sie wissen?

Wird Ihnen oder einem Angehörigen ein Tötungsdelikt oder der Versuch eines solchen vorgeworfen, müssen Sie umgehend einen kompetenten Strafverteidiger einschalten.

Oberstes Gebot: Keine Aussage bei der Polizei. Sie können nichts gewinnen, aber alles verlieren. Eine Aussage bei einem geschulten Vernehmungsbeamten, der einen Ermittlungserfolg vorweisen will, kann etliche Chancen auf einen Freispruch torpedieren. Ein Schweigen hingegen darf von einem Gericht niemals zu Ihren Lasten gewertet werden.

Auch und besonders dann dürfen Sie sich nicht zu Angaben bei der Polizei hinreißen lassen, wenn Sie sich für unschuldig halten oder tatsächlich unschuldig sind. In Deutschland gab es in den letzten Jahrzehnten nachweislich diverse Fehlurteile. In diesem Land sind auch Unschuldige nicht davor geschützt, langjährige Haftstrafen zu verbüßen. Vertrauen Sie nicht dem Schein der Objektivität, mit dem sich Staatsanwaltschaft und Gerichte in Deutschland zu schmücken versuchen. Wenn Sie in Untersuchungshaft sind, wurde bereits ein dringender Tatverdacht gegen Sie bejaht. Die Strafjustiz ist spätestens ab diesem Moment Ihr schlimmster und übermächtiger Gegner.

Lassen Sie sich aber auch nicht vorschnell auf einen angeblichen Strafverteidiger ein, der Sie in der Untersuchungshaft anspricht. Solche „Knastanwälte“ haben häufig mangels ausreichender Mandate wirtschaftlich keine Wahl und lassen sich durch Zahlungen an Häftlinge in der Untersuchungshaft empfehlen oder betreiben vor Ort Akquise. Wenn Sie auf diese Angebote eingehen, ist in der Regel der Weg zu einer schlechten Strafverteidigung – im schlimmsten Fall einer reinen „Verurteilunsgbegleitung“ – gelegt. Wählen Sie stattdessen einen erfahrenen und versierten Strafverteidiger, der engagiert und einseitig für Ihre Rechte kämpft. Objektive Qualitätsmerkmale, die Sie stets erfragen können, sind die reine Spezialisierung auf das Strafrecht, die Examensnoten und der Besuch eines Fachanwaltskurses.

Rechtsanwalt und Strafverteidiger Dr. Hennig ist ausschließlich im Strafrecht tätig und hat beide Staatsexamen mit Prädikat, das zweite Staatsexamen als Landesbester, sowie den Fachanwaltskurs Strafrecht absolviert. Er ist seit über fünf Jahren Dozent im Strafrecht, insbesondere auch für das gerade im Schwurgerichtsverfahren entscheidende Strafprozessrecht, sowie das materielle Strafrecht im Bereich der Tötungsdelikte.

Wenn Sie eines Totschlages oder Mordes beschuldigt werden, liegt gemäß § 140 StPO ein Fall der notwendigen Verteidigung vor. Das heißt, Sie werden in jedem Fall anwaltlich vertreten. Überlassen Sie die Auswahl eines solches Pflichtverteidigers nicht dem Gericht, sondern wählen Sie Ihren Anwalt selbst aus, der sich dann als Pflichtverteidiger oder Wahlpflichtverteidiger beiordnen lassen kann.

Strafverteidiger Dr. Hennig vertritt Sie umfassend beim Vorwurf eines Tötungsdelikts in Hamburg, Lüneburg und bundesweit. Ein Besuchstermin in der Untersuchungshaft kann sofort vereinbart werden. Im Fall der Beiordnung als Pflichtverteidiger können die Anwaltskosten zunächst gegenüber der Staatskasse liquidiert werden.

Wenn Sie eines Tötungsdelikts beschuldigt werden, werde ich Sie absolut parteiisch in Ihrem Interesse vertreten. Jede Chance, eine langjährige Haftstrafe abzuwenden, werde ich nutzen und mich intensiv in den Fall einarbeiten. Ob Sie schuldig oder unschuldig sind spielt für meinen Einsatz keine Rolle. Als Strafverteidiger bin ich nur Ihren Interessen verpflichtet und werde unter Ausnutzung aller Waffen der Strafprozessordnung für Sie kämpfen. Jede sinnvolle Möglichkeit, Sie vorzeitig aus der Untersuchungshaft zu holen, werden wir nutzen.

Die Chancen und Möglichkeiten der Strafverteidigung in einem Verfahren wegen Totschlags oder Mordes darzustellen würde den Rahmen dieser Darstellung sprengen. Nur so viel: Häufig ist die Täterschaft als solche schon nicht mit hinreichender Sicherheit nachweisbar. Bei einem Indizienprozess können wir an diesem Punkt ansetzen. Die Aufgabe der Verteidigung ist es dann alle „scheinbaren“ und vorschnellen Beweismittel der Staatsanwaltschaft in Zweifel zu ziehen, Belastungszeugen prozessual in die Enge zu treiben, Beweisverwertungsverbote geltend zu machen, sowie Beweisanträge zu stellen. Es gilt die Klaviatur der Strafprozessordnung zu spielen und so für die Unschuldsvermutung zu streiten, auf die sich auch der schuldige Angeklagte berufen kann. Beim Vorwurf eines versuchten Totschlags oder Mordes kann häufig über das materielle Strafrecht, insbesondere den strafbefreienden Rücktritt, verteidigt werden. In anderen Fällen kommt eine rechtfertigende Notwehr oder ein entschuldigender Notwehrexzess in Betracht.

Was ist der Unterschied zwischen Mord und Totschlag?

Ein Totschlag gemäß § 212 StGB ist die vorsätzliche Tötung eines Menschen. Es drohen mindestens fünf Jahre Haft. Bis zu 15 Jahren sind möglich. Anders als es ein weit verbreitetes Vorurteil behauptet, hat die Abgrenzung von Mord und Totschlag nach geltender Rechtslage nichts mit der Frage Affekt oder Planung der Tat zu tun. Ein Totschlag kann von langer Hand geplant sein, ebenso wie ein Mord im Affekt begangen werden kann. Mord und Totschlag setzen beide die vorsätzliche Tötung eines anderen Menschen voraus. Beim Mord gemäß § 211 StGB, der eine lebenslange Freiheitsstrafe zur Konsequenz hat, kommt ein Mordmerkmal hinzu.

Es gibt die objektiven Mordmerkmale der Heimtücke, Grausamkeit und die Verwendung eines gemeingefährlichen Mittels.

In subjektiver Hinsicht sind Habgier, niedrige Beweggründe, Mordlust, Tötung zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, die Absicht zur Verdeckung einer anderen Straftat und Ermöglichungsabsicht zu nennen.

Delikte und Deliktsgruppen im allgemeinen Strafrecht