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Tätigkeitsfelder Strafrecht

Allgemeines Strafrecht

Delikte / Deliktsgruppe:

Hehlerei

Die Hehlerei gemäß § 259 StGB ist ein häufiger Vorwurf, dem man schneller ausgesetzt ist, als Sie vielleicht glauben. Schon der Ankauf besonders günstiger Ware bei Ebay kann einen Verdacht wegen Hehlerei gegen Sie begründen, wenn die Ware zuvor etwa gestohlen wurde. Der Tatbestand der Hehlerei sieht bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe vor.

Hehlerei setzt eine Sache voraus, die aus einer gegen das Vermögen gerichteten Tat eines Anderen stammt. Klassische Vortat ist ein Diebstahl. Der Täter muss diese Sache ankaufen oder sich oder einem Dritten verschaffen. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Täter quasi auf Seiten des Vortäters als „Verkaufskommissionär“ arbeitet. Dann spricht man von Absetzen als Tathandlung. Hat er nur eine untergeordnete Stellung zum Vortäter geht es um Absatzhilfe. All diese Tathandlungen sind von § 259 StGB erfasst.

In den Fällen des Absetzens und der Absatzhilfe ist nach neuerer Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein Absatzerfolg erforderlich. Die bloßen Bemühungen um Absatz, die jedoch scheitern, reichen nicht für eine vollendete Hehlerei aus. Allerdings ist der Versuch strafbar.

Die Möglichkeiten der Verteidigung beim Hehlereivorwurf sind in der Regel gut und häufig besser als beim Diebstahl, da selten ein Beschuldigter „auf frischer Tat getroffen“ wird. Es gibt nicht selten realistische Chancen auf eine Einstellung oder einen Freispruch. Vor allem ist der Vorsatz ein nachweisbedürftiges Tatbestandsmerkmal. Die Ermittlungsbehörden müssen also insbesondere nachweisen, dass der Beschuldigte die deliktische Herkunft kannte oder zumindest für möglich hielt und billigend in Kauf nahm. Hier kann je nach Einzelfall mit Hilfe engagierter Verteidigung für die Unschuldsvermutung gekämpft werden.

Gerne vertreten wir Sie, wenn Sie dem Vorwurf der Hehlerei ausgesetzt sind. Nach einer unverbindlichen Ersteinschätzung und erfolgter Akteneinsicht können wir gemeinsam die Verteidigungstaktik abstimmen. Dabei kommt es ausschließlich auf die bestmögliche Lösung für Sie an. Strafverteidigung erfüllt ihre Aufgabe nur, wenn Sie einseitig dem Mandanten verpflichtet ist. Für mich kommt es nicht darauf an, ob Sie sich tatsächlich wegen Hehlerei strafbar gemacht haben, sondern ausschließlich, ob es nach der Beweislage Chancen für einen Freispruch oder eine Einstellung gibt.

Aktuelle Rechtsprechung und Beiträge zur Hehlerei:

• Absetzen bei Hehlerei setzt Absatzerfolg voraus

 

Delikte und Deliktsgruppen im allgemeinen Strafrecht